Rein blau gezogene BKH´s


Das besondere an rein blau gezogenen Kartäusern/BKH´s

Rein blau gezogene Kartäuserkatzen sind echte Raritäten, weil es in Deutschland blaue Briten ohne Extrem-Perser-Einkreuzung praktisch kaum noch gibt.  

Durch die fehlende Extremperser-Einkreuzung (US-Perser) entwickeln sich die Kitten langsamer und haben als Babys oft noch nicht so breite kugelrunde Köpfe, sondern wirken im Gesicht etwas dreieckig. Doch diese Tiere haben erfahrungsgemäß meist eine höhere Lebenserwartung.

Ich nahm mir auch stets andere Rassen und Tiere zum Vorbild.
Z.B. Bei den Persern, die nach oben gedrückte, immer kürzer gezüchteten Nase- das war doch nicht gut für die Tiere und heute heißt es wieder:
“ Wir haben Perser mit Nase.“ ( Ich weiß, Perserzüchter regen sich auch deswegen auf.)
Oder bei den Schäferhunden, da wurden die Hinterläufe immer niedriger gezüchtet, die Folge waren Hüftprobleme, so stark, dass manch junger Hund nicht richtig laufen konnte.

Immer wenn der Mensch teils zur Optik oder zur Produktion tierischer Erzeugnisse anfing, die Tiere zu überzüchten, hatte es für diese stets gesundheitliche Nachteile. Beispiele gibt es hunderte.
 

Es gibt Züchter, die mir vorgeworfen haben, dass ich meine Katzen nur vermehren würde, da ich meist meinen eigenen Deckkater einsetze. Doch einerseits gehört mein Kater noch zu den letzten rein blau gezogenen Katern in Deutschland, von denen es nicht einmal mehr eine Hand voll gibt. Außerdem ist er ein er ein erfolgreicher Ausstellungskater, hat ein traumhaftes Wesen und markiert nicht.
Es ist ja nicht so, dass ich meine Katzen noch nie von einem anderen Kater decken lassen habe. Doch leider haben meine Damen da nicht so mitgespielt. Und wenn man erst einmal genügend anderen Züchtern eine Decktaxe gezahlt hat, diese nach erfolgloser Deckung auch nicht erstattet bekommt, hat man auch irgendwann die Nase voll.
Rein blaue Linien kann man nicht mit kommerziellem Hintergedanken züchten, aber sein Geld stets zum Fenster hinauswerfen, bringt einen auch nicht weiter.

Gewisse Farbzüchter sind in meinen Augen experimentierfreudige Pokaljäger oder haben sich vielleicht mit Genetik noch nicht beschäftigt.

Bei mir war es anfangs Zufall rein blaue Tiere zu haben und dann eben meine Einstellung- denn der ursprüngliche Brite war blau!

Mein Zuchtziel ist es gesunde Tiere zu züchten, auch wenn es länger dauert und sie in ihrer Entwicklung langsamer sind, als andere Briten.  

Lilac bringt häufig bei blauen Katzen schlechte Augenfarbe, oft grünen Augenring oder Augenfarbe verblasst schnell auch die Fellqualität wird oft über Generationen nachhaltig verschlechtert. Rezessive Gebissfehler wie Schiefbiss, Vorbiss, schiefe Zähne kommen bei lilac und in der Farbzucht vor, bei rein Blauen praktisch nicht.
Die Hohe genetische Bürde durch Gendrift kommt dadurch zustande, dass bestimmte Tieren in den Stammbäumen der Farbzucht immer wieder auftauchen. Folge ist die Anreicherung seltener Gene und damit auch Erbdefekte. 
Jede rezessive Modefarbe bringt also eine neue genetische Drift mit genetischen Risiken in die Rasse. 
Das selbe gilt auch Modekater.

Letzter Absatz- Zitat von Diplom-Biologin Frau Hester.

Nachschauen kann man das alles in der Pawpeds-Datenbank.

Interessante Infos über Genetik auch auf: www.vincere.de


Jeder Züchter sollte nach seinem besten Wissen und Gewissen züchten.
- Lasst mich das bitte auch tun.
 

Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage (schreibe) nicht für das was Ihr versteht.